Ein Mangoldblatt – 2 Snacks

Mangold ist schon ein geniales Gemüse. Besonders für den kleinen Haushalt mit Gardening Kapazitäten, sollte so ein Pflänzchen nicht fehlen. Schon nach wenigen Wochen ist er erntereif. Wenn man immer nur die äußeren Blätter erntet, wächst die Pflanze unbeirrt weiter und weiter und weiter….

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In meinem Garten, habe ich dieses Jahr ein Vergleichsbeet zum Testbeet am Ackerrand in meiner Blumenwiese angelegt. Alles wächst super trotz üppiger nachbarlicher Pflanzengesellschaft und dem dazugehörigen Konkurrenzdruck. Im Gegensatz dazu mickern die 3 Mangoldpflanzen am Ackerrand vor sich hin. Bei 2 der 3 Pflanzen hat jemand die Herzen herausgeschnitten, so dass sie nicht weiterwachsen können. Tja, traurig, aber das  überlebensnotwendige Wissen wird auch auf dem Lande nicht mehr weitergegeben. Doch auch der dritte im Bunde will nicht so recht. Mangold braucht vermutlich doch etwas mehr Wasser, den ein oder anderen Schluck haben meine Gartenpflanzen natürlich schon bekommen, während das Testbeet am Ackerrand maximal einmal in der Woche gegossen wird.  Oder liegt es an den Pflanzenschutzmitteln die noch im Boden schlummern?

 

Zuhause kann ich dagegen aus dem Vollen schöpfen:

 

Ein einziges Mangoldblatt reicht für mich für eine Mahlzeit. Als Genießerin trenne ich den saftigen, dicken Stiel vom zarten Blatt und verwende sie oft getrennt. Beispielsweise so:

 

Snack Nr. 1

Mangoldblatt in feine Streifen schneiden, Brot mit Remoulade, Blattstreifen und Rostbeefscheiben belegen, mit den restlichen Blattstreifen bedecken und frische Johannisbeeren darüber streuen. Falls vorhanden mit Eisbegonienblüten dekorieren.

 

Snack Nr. 2

Mangoldstiel und das Weiße einer Frühlingszwiebel in Streifen schneiden, eine  Scheibe Schnittkäse in eine antihaftbeschichtete Pfanne geben, das geschnittene Gemüse, wahlweise etwas Kümmel, auf der Käsescheibe verteilen und mit einer Scheibe Brot abdecken. Das Ganze bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten brutzeln lassen. Wenn die Käseseite knusprig ist, wenden, Herd ausstellen und auch die Brotseite noch etwas anknuspern lassen. Fertig!

 

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Blütensalat vom Ackerrand

 

 

Zugegeben, viel Feldsalat gibt es noch nicht zu ernten, vom Testbeet am Ackerrand in Deckbergen. Trotzdem, für einen sommerlichen Blütensalat reicht es dann doch 😉

 

Konsequent ohne Bewässerung wuchsen auf diesem Teil der diesjährigen Testphase des Projektes „Essbares Land“ immerhin ein paar Radieschen, Buschbohnen und eben Feldsalat. Wer hätte das gedacht?

 

Im Beet daneben können die ersten essbaren Blüten geerntet werden. Dieses Beet wird einmal die Woche bewässert. Deshalb geht es hier etwas üppiger zu. Vor allem freue ich mich über die blauen Borretschblüten, die blassgelben Speisechrysanthemen und die orange-gelb-roten Kapuzinerkresse Blüten.

 

Zuhause gibt es eine kleine Degustation, denn die Speisechrysantheme ist mir geschmacklich noch unbekannt. Mit einem passenden Dressing wird der Salat zur kleinen Geschmackssensation.

 

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Oh Schreck!

Diesmal konnte die Gießkanne zuhause bleiben. Gewitter und Regen wechselten sich ab.

Beim wöchentlichen Testbeettermin am Ackerrand in Deckbergen bekam ich aber erst mal einen Schreck: Die Stadt Rinteln hatte ihre Pflegearbeiten erledigt und das bedeutete, die Ackerränder waren gesenst!

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Einige Tage vorher war ich mit Herrn Hartmann und Herrn Vauth von der Stadt Rinteln für einen Ortstermin und Informationsaustausch am Beet und am neuen Sportplatz(dazu bei anderer Gelegenheit mehr) in Deckbergen gewesen.

Alles in allem ein sehr gutes Gespräch. Herr Hartmann bot sogar an, falls wir viel Kompostmüll haben, einen Wagen vorbei zu schicken, der ihn abholt. Herr Vauth gab zu bedenken, dass die Männer im Sensenwagen die Beete nicht als solches wahrnehmen könnten und dass man sie evtl. mit Flatterband absperren müsste.

Puh, das hatte natürlich noch niemand gemacht!

Ich würde es auch sehr schade finden, wenn das nötig wäre. Schließlich soll der bepflanzte Ackerrand ja auch eine Augenweide für Spaziergänger sein. Aber, oh Wunder, alles war noch an seinem Platz. Offenbar hatte die Infokette zum Pflegedienst funktioniert!

Vielen Dank an dieser Stelle!!!

Gut gelaunt, pflanzte ich ein paar vom Schulgarten Hannover geschenkte Süßdoldenjungpflanzen und zupfte die unerwünschten Sämlinge aus dem Beet. Als Belohnung kam sogar die Sonne zum Vorschein.

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Tomaten am Ackerrand

 

 

Freitag um 17.00 Uhr ist inzwischen ein fester Termin in meinen Kalender  geworden. Mit Hacke und Gießkanne bewaffnet, wandere ich an das etwa 2 km entfernte Testbeet am Ackerrand in Deckbergen.

Diesmal hatte ich zusätzlich Tomatenjungpflanzen, ein Geschenk vom Schulbiologiezentrum Hannover,  und selbstgeschnittene Pflanzstäbe im Gepäck.

Tomatenpflanzen am Ackerrand? Ich bin gespannt, ob das was wird. Tomaten brauchen Unmengen Wasser. Bei den minimalen Niederschlägen der letzten Wochen eine echte Herausforderung! Erleichterung der Giessarbeit bietet glücklicherweise momentan eine etwa 100 m entfernte Wasserstelle mit Steintrog, in den ständig Wasser aus dem Berg hineinläuft. „Börgerlings Eck“ steht am Holzunterstand daneben. Im Sommer stehen meist Kühe auf der mit Bäumen bewachsenen Weide. Uns wurde gesagt, dass wir dort Wasser holen können – zumindest bis die Kühe kommen 😉

Deckbergen ist voller Rentner, aber bis jetzt hat sich noch niemand gefunden, der mal mit einer Gießkanne am Beet vorbeischaut.

Donnerstag war ich bei strömendem Regen ziellos in Rinteln unterwegs (Deckbergen hat leider mal wieder nur wenig vom Regen  abbekommen), während mein Auto für den TÜV vorbereitet wurde. Dabei begegnete ich einem kleinen Traktor mit Anhänger, der einen großen Tankgeladen hatte und das Grünzeug im Stadtpark goss – im Regen! Ich hab den Fahrer gesprochen, es war tatsächlich Wasser im Tank.

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Von so einem Gießservice kann mein Gemüse nur träumen. Das Hauptbeet in Deckbergen hat sich trotzdem zufriedenstellend entwickelt: der Borretsch wächst gut, der erste blüht immer noch. Einige der Melde- und Baumspinatjungpflanzen entwickeln sich normal. Sogar ein paar Rucola Pflänzchen fühlen sich pudelwohl. Und überall sieht man bereits Sämlinge von Speisechrysantheme, Ringelblume und Kapuzinerkresse.

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Nebenan im Grasversteck wachsen Liebstöckel, Mangold und immerwährende Kresse als wäre es das Normalste der Welt.

Sogar  im unbewässerten Testbeet sind schon die ersten Buschbohnen aufgegangen. Die Orientierungsreihen Radieschen sind mit ihren großen Keimblättern gut zu sehen.

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Die Tomaten bekommen von mir 3-mal was auf die Füße, jede 3 Liter Wasser, etwas Gras als Mulchschicht und einen mitfühlenden Blick zum Abschied.

Ich denk an euch, bis nächsten Freitag!

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Jutta und ich

So, Frank Westermann hat mir freundlicherweise dieses Foto überlassen, damit ihr auch mal seht, dass an dem Testbeet am Ackerrand in Deckbergen real existierende Menschen arbeiten 😉

Zur Erinnerung: Frank Westermann ist der Ehemann von Jutta Meves, die mir bei der Feldarbeit tapfer zur Seite steht. Hier seht ihr uns, Jutta und mich, mit schwerem Gerät 🙂

 

Jutta und ich

Jutta Meves (links) und ich

So viel wie nötig

Wie jeden Freitag in den letzten Wochen, habe ich bei meinem Testbeet am Ackerrand vorbeigeschaut.

Die zarten, gepflanzten Pflänzchen erholen sich langsam. Der erste Borretsch blüht sogar schon.

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Ich musste nur ein wenig Gras aus dem Beet jäten, mehr gab es eigentlich nicht zu tun.

Die Buschbohnen sind immer noch unsichtbar im Boden – sind sie? Zur Sicherheit habe ich noch mal 2 Querreihen Radieschen dazugesät und Feldsalatsamen auf dem Beet verteilt.

Danach habe ich noch ein wenig gehackt. Vor allem um das Hauptbeet herum:

Noch ein bisschen  Kerbel, Schnittlauch und Mangold gewässert, es soll ja am Wochenende regnen, und tschüss bis nächsten Freitag 😉

 

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Mangold im Nest

Raumschiff Erde, Logbucheintrag vom 22.5.2016

Wir befinden uns auf dem Raumschiff Erde mit der Mission „Essbares Land“. Hier spricht Birgit B. Brinkmann.

Mangold gehört genau wie die Brennnessel zu den Gemüsesorten, die gegart wie Spinat schmecken. Im Gegensatz zur Schaumburger Wappennessel wird er auch langsam wieder beliebter in der regionalen Küche.

Ich weiß, ihr hättet jetzt gern ein schönes Rezept 😉

Aber ich hab ihn gerade erst in unser Testbeet am Deckberger Ackerrand gepflanzt.

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Insgesamt 3 Pflanzen vom rot-stieligen Mangold haben Jutta und ich am letzten Freitag gepflanzt. Wieder wurden sie vor der Hacke der Gärtner im Schulgarten Linden gerettet.

Tja, in manchen Gärten wachsen Gemüsepflanzen als Unkraut 😉

Sie kamen in ein für sie freigehacktes Nest im Gras.

Ich hab heute schon zum Gießen vorbeigeschaut. Es geht ihnen prächtig!

Das bestehende Beet wurde mit einigen Kapuzinerkresse- und Speisechrysantemensamen ergänzt. Außerdem wurde ein neues Beet angelegt, in das wir Buschbohnen gelegt haben. Sie wurden nicht gewässert. Mal sehen wie sie sich ohne menschliche Wässerungshilfe  entwickeln. Noch sieht es nicht nach Buschbohnen – Leben aus …

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Wer Fragen zum Beet hat oder einfach mal vorbeischauen möchte ist herzlich willkommen! Wir treffen uns jeden Freitag ab 17.00 Uhr in der Feldwegverlängerung der Lehmkuhle.